"Die Medicin ist eine sociale Wissenschaft"
Rudolf Virchow (1821-1902)
Salomon Neumann (1819-1908)

FB 3: Prävention und Gesundheitsförderung

Der Fachbereich 3 bietet Interessierten einen Rahmen für alle Fragen der Prävention und der Gesundheitsförderung. Grundprinzip ist, dass die Vielfalt einzelnen Engagements und der Austausch unter den DGSMP-Mitgliedern zu relevanten Themen gefördert werden soll. Gegenwärtig sind sieben Arbeitsgruppen aktiv, die sich entweder im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der DGSMP treffen und hier wissenschaftliche oder praxisbezogene Themen diskutieren, die aber auch über die Tagungen hinaus arbeiten. Die Gruppen bieten eine her-vorragende Möglichkeit, an aktuellen Diskussionen im jeweiligen thematischen Feld teilzuhaben und damit auch Gesundheitsförderung und Prävention aktiv mitzugestalten. In den Arbeitsgruppen sind praktisch und wissenschaftlich interessierte Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen willkommen. Die Auflistung der Arbeitsgruppen bietet auch eine Übersicht über die Themen, die im Rahmen der letzten Jahrestagung von den AG's bearbeitet wurden.

Sprecher:

Prof. Dr. phil. Ulrich John

Stv. Sprecherin:

PD Dr. med. Freia De Bock, MPH
Mannheimer Institut f. Public Health
Ludolf-Krehl Str. 7-11
68167 Mannheim
Tel.: 0621 2839914
E-Mai:l Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Der Fachbereich 3 Prävention und Gesundheitsförderung gliedert sich in folgende Arbeitsgruppen


Bericht des Fachbereichs

Aktuelle Aktivitäten

  • Der FB beteiligte sich an der Stellungnahme der DGSMP vom 30.01.2013 zu dem am 21.01.2013 zugesandten Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit "Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Prävention" 
  • Am gegenwärtigen Kongress in Marburg treten u. a. die Arbeitsgruppen Betriebliche Prävention und Kindergesundheit hervor. 
  • Es laufen Bemühungen um ein Positionspapier des FB 3 zu Prävention, das möglichst viele und heterogene Positionen zur Prävention zusammenführen soll. 
  • Am 09.04.2013 fand in Berlin die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung statt, an der die DGSMP durch den Sprecher des Fb3 vertreten war.

Zu den Tagesordnungspunkten zählte die Diskussion der "Empfehlungen der BVPG zur Weiterentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in der 18. Legislaturperiode", die Diskussion der stärkeren Einbindung zivilgesellschaftlicher Kräfte in die BVPG sowie Prinzipien guter Prävention und Gesundheitsförderung als Leitbild der BVPG.

Die vorgelegten Texte der BVPG "Empfehlungen der BVPG zur Weiterentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in der 18. Legislaturperiode" wurden mit wenigen Ergänzungen verabschiedet. Die Unterlagen liegen bei dem Sprecher des FB 3. Der Text erstreckt sich auf vier Punkte: Gesundheitsförderung und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Ziele und Prioritäten zu individueller und gesellschaftlicher Gesundheit definieren, Strukturen für Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland ausbauen und verknüpfen, Wirksamkeit fördern und sichtbar machen und Qualität der Gesundheitsförderung und Prävention sichern.

  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung schrieb die Förderung von Projekten der Prävention aus. Von mehreren FB 3-Mitgliedern werden Förderanträge gestellt. Das Programm soll Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland zu einem Anschub verhelfen. 
  • Der Fb3 hat einen Vorschlag für einen Workshop Prävention auf dem Hauptstadtkongress 2014 eingereicht.
  • Gegenwärtig umfasst der FB 3 nominell 10 Arbeitsgruppen. Davon haben einzelne ganz erhebliche Aktivitäten gezeigt.

Berichte der Arbeitsgruppen

AG 1
Sozialmedizin und Public Health an Fachhochschulen (Frau Prof. J. Lindert, Prof. David Klemperer): Bericht steht noch aus.

AG 2
Kindergesundheit (Frau PD Dr. Freia De Bock, Prof. Dr. Raimund Geene, Dr. Diana Sonntag): „Am Vorabend der Tagung in Essen veranstaltete die DGSMP Arbeitsgruppe Kindergesundheit eine Denkwerkstatt mit dem Titel „Alle reden nur vom Euro – ein Rettungsschirm für unsere Kinder wäre deutlich billiger!“. In den nachfolgenden Wochen wurde die endgültige Fassung der auf der Denkwerkstatt angefangenen „Essener Fünfpunkte-Erklärung 2012“ (s. DGSMP-Website) in einem interaktiven Email-Austausch finalisiert. 2013 in Marburg wird daran aufbauend eine Session zum Thema „Lohnt sich das Investment in die Gesundheitsförderung von Kindern?“ geplant.“

AG 3
Evidenz und Qualitätsmanagement in Prävention und Gesundheitsförderung: Beide Sprecherposten der AG sind vakant, nach dem die beiden Sprecher die Arbeit abgegeben haben. Wir schlagen vor, die AG 3 und 10, Methoden, zusammenzulegen zu einer AG Methoden und Qualitätssicherung. Frau Pawils hat als Sprecherin der AG 10 zugestimmt.

AG 4
Kommunale Gesundheitsförderung (Frau Papies-Winkler): Herr Plümer hat seinen Sprecherposten abgegeben. Es gab in den vergangenen 12 Monaten keine Aktivitäten. Frau Papies-Winkler ist nur noch bis Ende des Jahres 2013 im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Berlin tätig und will sich dann auch aus dem Arbeitskreis als stellvertretende Sprecherin verabschieden.

AG 5
Gesundes Alter (Frau Dr. Christine Salzmann): Bericht steht aus.

AG 6
Empowerment in der Gesundheitsförderung (Frau Prof. Julia Loss, Frau Bettina Kunze): Bericht steht aus.

AG 7

Programm Workshop 2012/13

Betriebliche Gesundheitspolitik versus betriebliche Gesundheitsförderung – Am Beginn einer Kontroverse?

Moderatoren: Thomas Elkeles (Neubrandenburg), Uwe Lenhardt (Berlin)

  • David Beck (Berlin), Gudrun Faller (Magdeburg): Betriebliche Gesundheitspolitik
  • Karina Becker (Trier): Mit heiler Haut davonkommen? Betrieblicher Gesundheitsschutz in der Leiharbeit
  • Holger Wellmann (Berlin): Das Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz – Fortschritt für die betriebliche Gesundheitspolitik?
  • Wolfgang Hien (Bremen): Bertelsmann-Böckler-Expertenkommission Betriebliche Gesundheitspolitik: Vorgeschichte, Verlauf und Folgen

Programm Workshop Marburg 2013

Workshop der Arbeitsgruppe Betriebliche Gesundheitsförderung

Moderatoren: Thomas Elkeles (Neubrandenburg), Uwe Lenhardt (Berlin)

  • Frigga Maßholder (Schwelm): ReSuM - Gesundheitsressourcen für alle!?
  • David Beck, Uwe Lenhardt, Britta Schmitt, Sabine Sommer (Berlin): Betriebliche Gesundheitsförderung in Deutschland: Verbreitung und Inanspruchnahme
  • Kathrin Drews, Kai Beutler, Christoph Lenssen (Köln): Werkvertragsarbeit und Arbeitsschutz – eine Beziehung mit hohem Konfliktpotenzial
  • Nadine Pieck (Hannover): Theorie und Praxis einer geschlechtergerechten gesundheitsförderlichen Organisationsentwicklung

Programm Workshop Erlangen 2014

Workshop der Arbeitsgruppe Betriebliche Gesundheitsförderung

Moderatoren: Thomas Elkeles (Neubrandenburg), Uwe Lenhardt (Berlin)

  • Elisabeth Schäfer (Erlangen-Nürnberg): Status Quo der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und des Gesundheitswesens: Ergebnisse einer regionalen Telefonbefragung 
    ››› Slides zum Vortrag 
  • Alfons Hollederer (Nürnberg), Frank Wießner (Nürnberg): Verbreitung und Entwicklung der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Deutschland – Ergebnisse einer Wiederholungsbefragung im IAB Betriebspanel 2012
    ››› Slides zum Vortrag 
  • David Beck, Uwe Lenhardt, Britta Schmitt, Sabine Sommer (Berlin): Wovon hängt die Verbreitung unterschiedlicher Niveaus betrieblicher Gesundheitsförderung ab? Vertiefende Analysen der repräsentativen Arbeitgeberbefragung 2011 für die GDA-Dachevaluation
    ››› Slides zum Vortrag 
  • Gudrun Faller (Magdeburg): Stand und Perspektiven der BGF in Deutschland
    ››› Slides zum Vortrag 

AG 8

Gesundheitsförderung in Krankenhäusern: Es gab keine Aktivitäten. Der Sprecherposten ist vakant. Vorschlag: Die AG kann gestrichen werden.

AG 9
Nutzerorientierung und -information (Prof. Marie Louise Dierks, Frau Prof. Eva Maria Bitzer). Die AG hat sich im Rahmen der letztjährigen Tagung in einem gut besuchten Workshop mit dem Thema „Gesundheitskompetenz: Wissensbezogene vs. erfahrungsbezogene Dimensionen“ beschäftigt. Unter der Leitung von:

Marie-Luise Dierks / Marianne Brieskorn-Zinke haben folgende Referenten gesprochen:

  • Prof. Dr. Helmut Brand, Maastricht:
    „EU-Aktivitäten zur Messung der Wissensdimension in der Gesundheitskompetenz“
  • Dr. Gabriele Seidel, Patientenuniversität MHH Hannover:
    „Gesundheitskompetenz aus Sicht von Bürgerinnen und Bürgern und Experten - Unterschiede und Gemeinsamkeiten“
  • Prof. Marianne Brieskorn-Zinke, Fachhochschule Darmstadt
    „Erfahrungsbezogene Gesundheitskompetenz in der Pflegeausbildung - Konzeption, Durchführung und Einschätzungen der Studierenden“

Die bisherige stellvertretende Leiterin der AG 9, Frau Anke Scheiber, hat ihre Aufgabe abgegeben. Als Nachfolgerin wurde Frau Prof. Dr. Eva Maria Bitzer, Pädagogische Hochschule Freiburg, von der Mitgliederversammlung der DGSMP bestätigt.

Die AG hat über das Treffen im Rahmen der letzten Tagung keine weiteren Treffen durchgeführt.

AG 10
Die Weiterentwicklung der Methodik in der Präventionsforschung war als Querschnittsaufgabe Bestandteil der BMBF-Förderung „Präventionsforschung“ von 2004 bis 2012. Zur Diskussion und Entwicklung eigner Standards innerhalb der Gruppe der BMBF-geförderten und durch KNP (Kooperation Nachhaltiger Präventionsforschung) koordinierten Forschungsprojekte gründete sich die AG Methodik, die in bislang sieben Sitzungen mit rund 20 -teils wechselnden – Mitgliedern tagte. Im September 2012 konnte die AG Methoden als Arbeitsgruppe des Fachbereichs III: Prävention und Gesundheitsförderung dauerhaft in die Strukturen der DGSMP überführt werden und steht damit weiteren Interessenten zur Teilnahme offen. Es wurden zwei Methoden-Workshops (DGSMP, 2012 und UKE, 2013) zur Diskussion methodischer Fragen wie RCTs in der Präventionsforschung und Sekundärdatenanalyse in der Präventionsforschung mit großem Interesse und Anklang durchgeführt. Veranstaltung: Methoden-Workshop auf der DGSMP-Tagung 2012:

„Evaluationen in der Präventionsforschung – Diskussion methodischer Fragen“

  1. Aktuell diskutierte Forschungsdesigns und ihre Chancen und Hürden in der Prävention: Berger, Uwe (Uniklinikum Jena) 
  2. Datenerhebung im Praxisfeld „Prävention“: Borrmann, Brigitte (Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen)
  3. Wirkevaluation in der Prävention: Renner, Ilona (NZFH, Köln)

Teilnehmer: ca. 70 Sozialwissenschaftler und Mediziner
Veranstaltung: Methodenworkshop „Sekundärdatenanalyse“ am 15.3.2013 in Hamburg
Referent: Dr. E. Swart, Magdeburg
Diskutanten: 37 Teilnehmer aus Forschungseinrichtungen, Krankenkassen und GBE der Länder
Offiziell werden 29 Teilnehmer der AG Methoden genannt.
(Stand Frühjahr 2013)

Ein gemeinsames Publikationsvorhaben im Sinne einer unregelmäßigen Methodenkolumne in einer Fachzeitschrift ist in der Bearbeitung. Der Methodenworkshop 2014 der AG wird sich angereichert durch einen Kurzvortrag mit der Diskussion über „Wahl der richtigen Outcomemaße in der Präventionsforschung“ beschäftigen und voraussichtlich erneut in Hamburg ausgerichtet werden.

© 2017 Lehrstuhl für Medizinmanagement